Achtsamkeitszentrierte therapeutische Arbeit kann nur sehr bedingt verbal vermittelt werden. Dieser Kurs bietet die Möglichkeit, die Interventionen der therapeutischen Arbeit im emotionalen Resonanzraum intensiv zu üben.
Dieser Kurs schliesst an den Basiskurs an, in welchem die Grundlagen der Arbeit im emotionalen Resonanzraum vermittelt wurden. Der Kurs bietet Gelegenheit, die Interventionen, die für die therapeutische Arbeit im emotionalen Resonanzraum entwickelt wurden, intensiv zu üben. Wie bei jeder achtsamkeitszentrierten Arbeit unumgänglich, enthalten die durchgeführten Übungen einen hohen Anteil an Selbsterfahrungselementen: D.h. übende TherapeutInnen wenden die geübten Interventionen während der Arbeit immer auch auf sich selbst an.
Zielgruppe
Psychologische Psychotherapeut*innen, Therapeutisch arbeitende Psycholog*innen und Ärzt*innen, welche bereits mit den Grundlagen der Arbeit im emotionalen Resonanzraum vertraut sind (Einführungskurs oder Lektüre des Buches „Emotionsvermeidung überwinden“ (2018, Junfermann Verlag) von Lukas Nissen und Michael Sturm
Ziele
TeilnehmerInnen sollen die wichtigsten Interventionen der Arbeit im emotionalen Resonanzraum mindestens einmal angeleitet in Kleingruppen geübt haben
Inhalte
Folgende Übungen werden im Kurs durchgeführt:
•Psychoedukation durchführen
•Beobachtungsaufgaben: absehen vom Inhalt, hinschauen auf die ablaufenden Prozesse (Körperempfindungen, Gefühle, Gedanken, Handlungsimpulse, Handlungen, Rede)
•Die immerwährende Tätigkeit des Alarmsystems bei Pat*in ins Bewusstsein heben
•Alarm herunterfahren durch Aktivierung der Präsenz im Hier und Jetzt, erkennen von Leid im Alarm und sich kümmern um das Leid
•Zuhilfenahme des Bildes von sich selbst als kleinem Kind zur Aktivierung des Parasympathikus (versch. Varianten)
•Tierflüstern (Imaginationsarbeit mit dem Bild eines Tiers als Repräsentant des eigenen Alarmsystems)
•Dialog mit dem «inneren Wachhund» als Repräsentant des eigenen Alarmsystems
•Umgang mit Aggressoren in Erinnerungsbildern
Methoden
Powerpoint, Demonstrationen, Übungen in kleinen Gruppen, Feedbackrunden zur Klärung von Fragen
Literatur
Nissen, L. & Sturm, M. (2018). Emotionsvermeidung überwinden - Eine integrative Methode zur Regulierung des inneren Alarmsystems. Paderborn: Junfermann
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