„Ich habe keine Lösung, bewundere aber das Problem“ - Lösungs­orientierte Fragen für Verhaltenstherapeuten

Der Vortrag Ich habe keine Lösung, bewundere aber das Problem“ - Lösungsorientierte Fragen für Verhaltenstherapeuten präsentiert geschickte Fragetechniken, welche hilfreich in verhaltenstherapeutische Prozesse integriert werden können. Der lösungsorientierte therapeutische Ansatz wird oftmals missverständlich interpretiert und es wird vermutet, über Probleme werde nicht gesprochen. Für den therapeutischen Kontext scheint diese Idee schwierig umsetzbar, sind Probleme doch für die Inanspruchnahme therapeutischer Angebote verantwortlich. Die entscheidende Frage ist jedoch nicht, ob über Probleme gesprochen wird oder ob nicht. Vielmehr liegt der Fokus auf dem „Wie“ Problemwelten erkundet werden. Ganz getreu dem Motto „Problem talk creates problems, solution talk creates solutions” verdeutlicht der Vortrag auf visuell prägnante Art und Weise, wie lösungsorientierte Fragen Veränderungen in der Problemwahrnehmung provozieren können. Denn es gilt: Jede Frage ist eine Intervention. 

Wichtig zu beachten ist, dass es im Vortrag nicht um die Frage geht, welcher therapeutischer Ansatz besser oder schlecht sein könnte. Vielmehr geht es um die Idee, das eigene therapeutische Arbeiten durch unterschiedliche Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten zu bereichern, um Patienten oder Klienten bestmöglich aus Lebenskrisen begleiten zu können. Das Motto lautet: Vielfalt statt Einfalt. Es wirkt auch nicht nur ein Medikament gegen bestimmte körperliche Symptome – ähnlich können therapeutische Schule verstanden werden. Im besten Fall ergänzen sich bestimmte Medikamente gegenseitig, analog zu therapeutischen Ansätzen. Kennt man die Wechselwirkungen und Risiken, lässt sich dann auch so manch lösungsorientierte Frage in verhaltenstherapeutische Prozesse konstruktiv einbauen. 


Zielgruppe

Psychologische Psychotherapeut*innen und alle psychosozial und psychotherapeutisch tätigen Kolleg*innen, die Freude daran haben, Fragen zu stellen und sich für verschiedene Ansatzpunkte im therapeutischen Vorgehen begeistern können.

Ziele

 

  • Vermittlung von Informationen zur systemisch-lösungsorientierten Vorgehensweise sowieEinsatz systemisch-lösungsorientierter Fragetechniken
  • Reflexion von Indikation und Kontraindikation des Einsatzes in verhaltenstherapeutischen Prozessen: Von Widerstand bis Veränderungsblindheit
  • Veränderung des Umgangs mit Symptombeschreibungen durch Dekonstruktion 

Inhalte

  • Maxime der systemisch-lösungsorientierten Therapie
  • Fragen als Interventionen: von der Konstruktion systemisch-lösungsorientierter Fragetechniken und deren Einsatz (am Beispiel der Wunderfrage)
  • Reflexion

 

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