Depressionen und Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen unserer Zeit. Doch welche Behandlung hilft wem – Medikamente, Psychotherapie oder beides? Der Vortrag bietet einen evidenzbasierten Überblick zu aktuellen Strategien, neuen digitalen Ansätzen und zur Rolle individueller und kombinierter Behandlungsformen.
Der Vortrag beleuchtet den aktuellen Stand der Forschung und klinischen Praxis zur Behandlung von Depressionen und Angststörungen. Im Mittelpunkt steht die Frage, für welche Patient:innen welche Behandlungsformen geeignet sind – Psychotherapie, Pharmakotherapie oder eine Kombination beider Verfahren.
Prof. Dr. Stephan Köhler stellt praxisnahe Entscheidungswege vor, die sich an Schweregrad, Verlauf, Symptomprofil und individuellen Präferenzen orientieren. Diskutiert werden auch innovative Versorgungsmodelle wie modulare Psychotherapie, digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA), KI-gestützte Tools und kombinierte Behandlungsstrategien.
Zielgruppe
- Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen
- Psychologische Psychotherapeut:innen und Psychiater:innen
- Ärzt:innen in Weiterbildung in Psychiatrie und Psychotherapie
- Fachpersonal aus Psychosomatik, Psychiatrie und Allgemeinmedizin
- Interessierte aus Versorgung, Forschung und Gesundheitspolitik
Ziele
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Verständnis der Evidenzlage zu Pharmako- und Psychotherapie bei Depression und Angst
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Kennenlernen leitlinienorientierter und individualisierter Behandlungsstrategien
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Einschätzung, wann Kombinationstherapien sinnvoll sind
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Überblick über neue modulare und digitale Therapieansätze
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Förderung einer patientenzentrierten, evidenzbasierten Entscheidungsfindung
Inhalte
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Grundlagen
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Epidemiologie, Versorgungssituation, Wartezeiten, Bedarf an Therapieplätzen
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Evidenzlage und Grenzen von Metaanalysen
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Depression
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Leitlinienbasierte Therapieoptionen
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Psychotherapieformen und pharmakologische Strategien
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Kombinationstherapie und individuelle Indikationsstellung
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Modulare und prozessbasierte Psychotherapie (CBASP, MoBa)
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Einsatz von DiGAs und KI in der Behandlung
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Angststörungen
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Differenzierung: Panikstörung, Generalisierte Angst, Soziale und Spezifische Phobien
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Leitlinienempfehlungen zu Psychotherapie und Pharmakotherapie
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Evidenz zur Kombinationstherapie
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Besonderheiten bei Komorbiditäten (z. B. Sucht, Depression)
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Rolle digitaler Interventionen
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Therapieresistenz und neue Optionen
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Ketamin, EKT, rTMS, Lithium, Psilocybin, VNS u.a.
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Erhaltungs- und Augmentationsstrategien
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Ausblick
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Zukunft der individualisierten Psychotherapie
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Digitale und hybride Versorgungsmodelle („Blended Care“)
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Bedeutung therapeutischer Beziehung und Prozessdiagnostik
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Literatur
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Köhler, S. & Walter, H. (2023). Nervenheilkunde.
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Cuijpers et al. (2019, 2020). JAMA Psychiatry.
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Schramm et al. (2024). World Psychiatry
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Hayes & Hofmann (2018). Process-Based CBT.
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Bandelow (2015), Carl (2020). Metaanalysen zur Kombinationstherapie bei Angststörungen.
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Klein & Köhler (2023). PsychUp2Date.
Mi., 25.03.2026 (17:30 bis 19:00 Uhr)
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