Ziele
- kennen die drei großen psychischen Vulnerabilitätsphasen im weiblichen Lebenslauf und deren Bedeutung für Diagnostik und Behandlung
- können zyklusassoziierte Symptomatik einordnen und PMS von PMDS (ICD-11) abgrenzen
- kennen wichtige Aspekte von Krankheitsbild, Diagnostik sowie psychische Komorbiditäten der Endometriose und weiterer gynäkologischer Schmerzerkrankungen
- verstehen Mechanismen der Schmerzchronifizierung und können ein biopsychosoziales Störungsmodell mit Patientinnen erarbeiten
- können verhaltenstherapeutische und akzeptanzbasierte Interventionen bei chronischen gynäkologischen Schmerzerkrankungen anwenden (Schmerzedukation, Aktivitätsregulation, Arbeit mit schmerzbezogenen Kognitionen),
- kennen Schnittstellen und Wege der interdisziplinären Zusammenarbeit mit Gynäkologie und Endometriosezentren.
Zielgruppe
Inhalte
- Gender Health und Gender Data Gap: Bedeutung für die psychotherapeutische Praxis
- Weiblicher Zyklus und Regelbeschwerden
- Hormonelle Umbruchphasen: Pubertät und Menarche, Schwangerschaft und Postpartalzeit, Perimenopause – körperliche und psychische Besonderheiten, sowie Implikationen für die Psychotherapie
- Menstruationszyklus, Regelbeschwerden, PMS und PMDS (ICD-11)
- Unerfüllter Kinderwunsch
- Polyendokrines metabolisches Ovarialsyndrom (PMOS)
- Gynäkologische Schmerzerkrankungen im Überblick
- Endometriose: Krankheitsbild, Diagnostik, psychische Komorbiditäten
- Schmerzchronifizierung und zentrale Sensibilisierung
- Angst-Vermeidungs- und Durchhaltemuster; Schmerz, Fatigue
- Verhaltenstherapeutische Interventionen: Schmerzedukation, Aktivitätsregulation, schmerzbezogene Kognitionen
- Akzeptanzbasierte Ansätze und Krankheitsverarbeitung bei chronischer Erkrankung ohne Heilungsaussicht
- Psychologische Vorbereitung und Nachsorge bei Operationen
- Therapeutische Beziehungsgestaltung bei negativen medizinischen Vorerfahrungen
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Methoden
Ihre Dozentin
Dr. Lea Kern ist Psychologische Psychotherapeutin (VT, Erwachsene) mit eigener Praxis in Berlin. Sie promovierte in klinischer Neurowissenschaft und war parallel zu ihrer Praxistätigkeit mehrere Jahre in Forschung und klinischer Behandlung am Endometriosezentrum der Charité tätig, wo sie aktuell affiliierte Wissenschaftlerin ist. Sie ist als Supervisorin für Verhaltenstherapie und als Dozentin tätig. Einer ihrer Tätigkeitsschwerpunkte ist Frauengesundheit in Verbindung mit psychischer Gesundheit und gynäkologische Psychosomatik, insbesondere psychologische Aspekte und psychotherapeutische Mitbehandlung der Endometriose.
Literatur
- Brucker, S., Simoes, E. & Wallwiener, E. (Hrsg.). (2023). Frauengesundheit – Frauenmedizin. München: Elsevier
- Di Renzo, G. C. (Hrsg.). (2026). Obstetric and Gynecological Women‘s Health. Cham: Springer.
- Mechsner, S. (2021). Endometriose. Die unterschätzte Krankheit. München: ZS Verlag
- Mechsner, S. (2025). Endometriose – was tun? Mit Ernährung, Bewegung und mentalen Bewältigungsstrategien gegen die Schmerzen. München: ZS Verlag.
- Yamanaka, M. & Eisenegger, L. (2025). Gynäkopsychologie in der psychotherapeutischen Praxis: Häufige Beschwerdebilder erkennen, verstehen & behandeln. Berlin, Heidelberg: Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-662-72284-8
Fr., 04.06. und Sa., 05.06.2027,
jeweils 09:00 bis 17:00 Uhr
Der ermäßigte* Preis liegt bei 344,00 €.
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