ACT nach Trauma - zurück ins Leben: Spezifische Interventionen und Aspekte der ACT in der Arbeit mit Trauma-Betroffenen

Die Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) ist eine transdiagnostische Verhaltenstherapieform, die sich auf alle psychischen Störungen (ICD / DSM) und darüber hinaus auf diverse menschliche Probleme anwenden lässt. Ihre Wirksamkeit ist empirisch belegt und die Verbreitung nimmt zu. Auch als Therapie in der Anwendung auf Traumafolgestörungen ist die ACT nachweislich wirksam, wobei sie in ihrer Eigenschaft einer integrativen Therapie auch Elemente anderer Therapieformen (u.a. Expositionsverfahren, DBT, Schematherapie, Logotherapie) aufgreift und zur Erweiterung und Re-Aktivierung Psychischer Flexibilität einsetzt.

In diesem zweitätigen Workshop wird psychotherapeutisches Vorgehen vermittelt, das trauma-spezifische Kontextfaktoren und ACT-Methoden verbindet, um Menschen dabei zu begleiten und zu befähigen, sich nach traumatischen Erfahrungen wieder einem aktiven, lebendigen Leben zuzuwenden. Am ersten Workshoptag werden wir Basiskonzepte der ACT wiederholen (u.a. funktional-kontextuelle Sichtweise auf Verhalten, Dysfunktionalität von Kontrollstreben) und traumabezogene Probleme unter Beachtung kontextueller Aspekte auf die sechs Kernprozesse (Gegenwärtigkeit, Bereitschaft, Defusion, Selbst als Kontext, Werteorientierung und engagiertes Handeln) hin betrachten und einordnen, um ein sicheres Fallverständnis zu etablieren. Es werden spezifische traumainformierte ACT-Interventionen und Behandlungsperspektiven vorgestellt und zur Erfahrung und Diskussion gestellt - auch unter Einbeziehung anderer therapeutischer Vorgehensweisen.
Am zweiten Workshoptag werden wir uns auf Fälle fokussieren, zu denen die Teilnehmer:innen Fragen formulieren können und gemeinsam Herangehensweisen aus ACT-Perspektive erarbeiten. Das Mitbringen von Fällen ist ausdrücklich erwünscht.
Es kommen für Traumatherapie geeignete Erfahrungs- und imaginative Übungen, Kleingruppenarbeit, therapeutisches Experimentieren (Portland Modell der Intervision) zum Einsatz. Eine Bereitschaft, sich aktiv einzubringen und erfahrungsoffen zu sein, ist hilfreich. Die Workshopleiterin bezieht sich auf die Arbeiten von Robin Walser, Dara Westrup, Russ Harris und Victoria Follette zu traumaspezifischer ACT-Therapie.


Ziele

-  Die Teilnehmer:innen sind im Anschluss an den Workshop in der Lage, traumaspezifische Aspekte psychischer In-Flexibilität zu erkennen und einzuordnen
- Die Teilnehmer:innen können einen  ACT-konsistenten traumasensitiven Behandlungsplan ableiten
- Die Teilnehmer:innen verfügen über ein Repertoire an geeigneten ACT-Methoden für den Aufbau von Akzeptanz rund um traumaspezifische Emotionen und Kognitionen , und Methoden zur werteorientierten Lebensaktivierung
- Die Teilnehmer:innen können aus der Haltung der ACT heraus ACT-konsistente Methoden zur Hilfe und Unterstützung traumabetroffener Menschen anwenden

Zielgruppe

klinisch tätige (Psycho-)Therapeut:innen, Ärzt:innen, die in stationären oder ambulanten Settings mit traumabetroffenen Menschen ACT-orientiert arbeiten oder arbeiten wollen

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