Mitgefühl in der Psycho­therapie - Einführung in die Compassion Focused Therapy

Transdiagnostische Arbeit mit Scham und entwertender Selbstkritik durch gezielte Förderung von Mitgefühl
Der Workshop soll eine vertiefte Einführung in die Compassion Focused Therapy (CFT) von Prof. Paul Gilbert geben. Dabei soll insbesondere auf die transdiagnostische Anwendung der CFT für verschiedene psychische Probleme fokussiert werden. Bisherige Studien belegen Wirksamkeit insbesondere für Patient:innen mit ausgeprägter Selbstkritik, niedrigem Selbstwert und hohem Schamerleben. 
Der Workshop gibt eine Einführung in die zentralen theoretischen Konzepte der CFT sowie des Compassionate Mind Trainings. Neben des zentralen evolutionspsychologischen Rahmenmodells und des Affekt-Regulations-Modells (3-circle-modell) werden zentrale therapeutische Interventionen wie soothing rhythm breathing, Imagery Übungen (Mitfühlender Begleiter, Mitfühlendes Selbst etc.) sowie die gezielte Arbeit mit hoher Selbstkritik vorgestellt und mit den Teilnehmer:innen praktisch angewendet. 

Ziele

Die Teilnehmer:innen sollen so einen vertieften Einblick in die CFT und deren Möglichkeiten für die tägliche therapeutische Arbeit erhalten und zentrale Interventionen geübt haben. 

Zielgruppe

Psychologische und ärztliche Psychotherapeut:innen aber auch andere Berufsgruppen, die im regelmäßigen Kontakt mit Patient:innen stehen

Inhalte

-       Grundlagen und evolutionäres Rahmenmodell von Mitgefühl
-       Blockaden und Schwierigkeiten
-       Tricky Brain-Paradigma
-       Common Humanity-Prinzip
-       3-Kreise-Modell
-       Interventionen u.a.
o   Soothing Rhythm Breathing
o   Imaginative Verfahren
o   Mitfühlende Briefe
o   Arbeit mit „multiplen“ Selbstanteilen
-       Integration in den klinischen Alltag

Methoden

Wissensvermittlung durch erlebnisnahen Input von Dozenten (Powerpoint, Flipchart). Neben individuellen Reflexionen werden die Teilnehmer:innen auch in Kleingruppen und im Plenum arbeiten. Die Teilnehmer:innen erhalten ein Handout.

Ihr Dozent

Prof. Dr. Stierle, Christian
Prof. Dr. Stierle, Christian

Christian Stierle ist Psychologischer Psychotherapeut und Supervisor für Verhaltenstherapie. Er ist aktuell Professor für Klinische Psychologie an der Hochschule Fresenius in Hamburg. Parallel arbeitet er als Psychotherapeut, Supervisor und Trainer. Zuvor war er viele Jahre an der Schön Klinik Bad Bramstedt, wo er als Leitender Psychologe für den Bereich Zwangsstörungen und verwandte Störungen sowie für den Traumafolgestörungen-Bereich arbeitete. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises Psychosomatische Dermatologie und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Gesellschaft Zwangsstörungen und forscht zur Förderung von Mitgefühl sowie zur Regulation von Ekel und Scham bei Zwangsstörungen sowie dermatologischen Erkrankungen. Christian Stierle hat ursprünglich in Marburg Psychologie studiert und in Braunschweig und Göttingen seine psychotherapeutische Ausbildung absolviert. 

Er wurde bei Paul Gilbert und Chris Irons in Compassion Focused Therapy trainiert und gibt regelmäßig Workshops zur Compassion Focused Therapy. 

Literatur

- Gilbert, P. (2013). Compassion Focused Therapy. Junfermann: Paderborn.
- Stierle, C. (2022). Compassion Focused Therapy in der Praxis. Beltz: Weinheim.

Fr., 01.09. und Sa., 02.09.2023,
jeweils 09:00 bis 17:00 Uhr

Kurs-Nummer
CFT-01
Fortbildungs­punkte
16
Unterrichts­einheiten
16
360,00 €
ausgebucht

Der ermäßigte* Preis liegt bei 288,00 €.

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