Curriculum Paar­therapie III: Körper­therapie und Sexual­therapie mit Paaren

Bitte beachten Sie: Die Paartherapie-Workshops können auch einzeln gebucht werden und sind nicht aufeinander aufbauend.

In die Attraktion der Partner geht ihre eigene Lerngeschichte ein. Beziehungskonflikte beruhen zwar auf individuellen Mustern, sind aber meist aufeinander abgestimmt und erhalten sich gegenseitig aufrecht. Diese Passung bietet eine Chance zur Entwicklung der Beziehung als auch der Personen selbst. Der dreiteilge Kurs vermittelt Strategien, um eine gegenseitige Öffnung der Partner, eine Differenzierung und bezogene Autonomie zu erleichtern. Um sie revidieren zu können werden die Muster der Konfliktverschränkung und implizite Beziehungsverträge transparent gemacht, denen meist ein gemeinsames Thema zugrunde liegt.

Körpertherapeutische Interventionen ermöglichen einen Zugang zum Affekt und implizit gelernten Schemata. Sie bieten die Möglichkeit der Bewusstmachung und des unmittelbaren Erlebens von Abwehr und unterschwelligen Impulsen. Auch bewirkt die körperliche Darstellung eine zusätzliche Erinnerung auf der Erfahrungsebene. Dies wird genutzt, um abwehrfreie Momente zwischen den Partnern herzustellen, die dazu beitragen, dass sich das Paar neu sehen kann. Wahrnehmungsexperimente und körperliche Darstellung von Polarisierungen, Unterstützung, Nähe-Distanz und Kontrolle in der Beziehung werden auf diese Weise nonverbal zum Ausdruck gebracht und erforscht.


Zielgruppe

BeratereriInnen und PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen, psychotherapeutisch tätige ÄrztInnen, Studierende der Psychologie bei klinischer Vorerfahrung

Ziele

Kennnis der Grundlagen der Gestaltung der Paartherpiesituation unter Einbeziehung körpertherapeutischer Elemente und hypnotischer Trance.

Inhalte

Sexualität ist, obwohl Teil unserer Natur, sensibel und störungsanfällig. Die Behandlung soll innere und äußere Bedingungen schaffen, die die Symptomatik überflüssig machen. Es werden die Unterschiede im weiblichen und männlichen Erleben der Sexualität dargestellt und die Möglichkeiten zur Auflösung von Störfaktoren behandelt. Der psychische und kulturelle Hintergrund für sexuelle Lustlosigkeit, Erregungs- und Orgasmusprobleme bei Frauen und Männern werden geklärt und entsprechende Interventionsmöglichkeiten vorgestellt. Illustriert wird die Vorgehensweise anhand von Fallbeispielen aus der Praxis und Gruppentrancen.

Methoden

Erläuterung theoretischer Konzepte, Demonstration und praktische Einübung in Rollenspielen.

Literatur

Revenstorf D. Liebe und Sex in Zeiten der Untreue. München: Patmos 2015
Revenstorf D. Die geheimen Mechanismen der Liebe. Stuttgart: Klett Cotta 2008 
Schindler, L. Revenstorf D. & Hahlweg, K. Partnerschaftsprobleme:
Möglichkeiten zur Bewältigung. Ein verhaltenstherapeutisches Programm für Paare. Heidelberg: Springer, 2013
   

 

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