PTBS Kurs V: Migration, Flucht und Vertreibung (Interkulturelle Kompetenzen, ­trauma­fokussierte Behandlung von PTBS und komplexer Trauma­folge­störung, Selbst­erfahrung und Psychohygiene)

Hinweis: Jeder Kurs ist einzeln buchbar, das heißt Sie sind nicht verpflichtet das ganze Curriculum zu buchen. 

Spezielle Psychotraumatherapie für Erwachsene

Entsprechend den Richtlinien der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) wird ein schulenübergreifendes vollständiges Curriculum zur Erlangung der Zusatzqualifikation „Spezielle Psychotraumatherapie (DeGPT)" angeboten.

Inhalt ist ein Basiscurriculum, in dem die Fähigkeiten zur Behandlung der verschiedenen Traumafolgestörungen vermittelt werden. Grundlage hierfür sind die evidenzbasierten Ansätze der Psychotraumatherapie. Zusätzlich werden drei Vertiefungsmodule angeboten („Behandlung akuter Traumafolgestörungen“, „Interkulturelle Kompetenz“ und „Dissoziative Störungen“), von denen eins als Teil des Curriculums absolviert werden muss.

Die Zusatzqualifikation "Spezielle Psychotraumatherapie (DeGPT)" kann von approbierten Psychologischen und Ärztlichen PsychotherapeutInnen erlangt werden. Die Kurse richten sich jedoch auch an andere klinisch arbeitenden Personen.

Die Vermittlung interkultureller therapeutischer Kompetenzen sowie rechtlicher Rahmenbedingungen ist eine wichtige Voraussetzung für die psychotherapeutische Praxis. Der Workshop vermittelt daher praxisnah diesbezügliche grundlegende Fertigkeiten für die diagnostische und therapeutische Arbeit mit Migranten und geflüchteten Menschen. Dabei werden verschiedene Schwerpunkte gesetzt: klinische Symptomatik und Krankheitsverständnis im interkulturellen Setting (einschließlich Diagnostik und Therapieansätze), Einfluss von Postmigrationsstressoren, dolmetschergestützte Therapie, Arbeit mit geflüchteten Menschen.


Zielgruppe

Approbierte Psychotherapeut:innen, die die Zusatzbezeichnung Traumatherapie (DeGPT) im Rahmen des Curriculums erwerben wollen.

Das Angebot steht auch anderen klinisch-psychologisch tätigen Personen offen. Diese können jedoch kein Zertifikat nach DeGPT erwerben.

Ziele

In diesem Workshop werden relevante theoretische Grundlagen, Diagnostik und evidenzbasierte therapeutische Behandlungsansätze der PTBS im interkulturellen Setting vermittelt. Ebenso wird auf den Einfluss von Postmigrationsstressoren, aufenthaltsrechtliche Aspekte sowie auf Besonderheit der dolmetschergestützten Therapie fokussiert.

Inhalte

  • Epidemiologie, Symptombilder und komorbide Störungen in der Kohorte der Migranten/geflüchteten Menschen
  • klinische Symptomatik und Krankheitsverständnis im interkulturellen Setting (einschließlich Diagnostik)
  • Überblick über den aktuellen Stand der Psychotherapieforschung hinsichtlich traumatisierter geflüchteten Menschen
  • Besonderheiten des Traumagedächtnisses (v.a. im aufenthaltsrechtlichen Kontext)
  • Vermittlung von Besonderheiten der therapeutischen Beziehungsgestaltung mit Migranten/ geflüchteten Menschen (einschließlich dolmetschergestützte Therapie)
  • Kenntniserwerb bzgl. Psychoedukatiion im interkulturelle Setting
  • Aufenthaltsrechtliche Aspekte in der Arbeit mit Flüchtlingen

Methoden

  • Unterricht mit Handouts
  • Fallbeispiele (eigene Beispiele der Teilnehmer sind erwünscht)
  • Rollenspiele
  • Praktische Übungen (z.B. Dolmetschergestützte Therapie)

Literatur

  • Herlihy, J., Scragg, P. & Turner, S. (2002). Discrepancies in autobiographical memories—implications for the assessment of asylum seekers: repeated interviews study. BMJ, 324(7333), 324-327.
  • Knaevelsrud, C., Stammel., N., & Böttche, M. (2012). Posttraumatische Belastungsstörungen bei Folter- und Kriegsopfern. Psychotherapeut, 57, 451-464.
  • Liedl, A., Böttche, M., Abdallah-Steinkopf, B., & Knaevelsrud, C. (2016). Psychotherapie mit Flüchtlingen - neue Herausforderungen, spezifische Bedürfnisse: Das Praxisbuch für Psychotherapeuten und Ärzte. Stuttgart: Schattauer.
  • Liedl, A., Schäfer, U. & Knaevelsrud, C. (2009). Manual zur Psychoedukation bei Traumatisiserten im Einzel- und Gruppensetting. Stuttgart: Schattauer.
  • Schock, K., Rosner, R. & Knaevelsrud, C. (2015). Impact of asylum interviews on the mental health of traumatized asylum seekers. European journal of psychotraumatology, 6.
  • Stammel, N., Knaevelsrud, C., Schock, K., Walther, L.C.S., Wenk-Ansohn, M., & Böttche, M. (2017). Multidisciplinary treatment for traumatized refugees in a naturalistic setting: symptom courses and predictors. European Journal of Psychotraumatology, 8, doi: 10.1080/20008198.2017.1377552

Sa., 05.06.2027 (09:00 bis 18:00 Uhr)

Kurs-Nummer
20-440
Unterrichts­einheiten
10
270,00 €

Der ermäßigte* Preis liegt bei 216,00 €.

Weitere Kurs-Termine:

Sa., 06.06.2026 (09:00 bis 18:00 Uhr)

Kurs-Nummer
18-440
Unterrichts­einheiten
10
250,00 €

Der ermäßigte* Preis liegt bei 200,00 €.

Sa., 14.11.2026 (09:00 bis 18:00 Uhr)

Kurs-Nummer
19-440
Unterrichts­einheiten
10
270,00 €

Der ermäßigte* Preis liegt bei 216,00 €.

Sa., 06.11.2027 (09:00 bis 18:00 Uhr)

Kurs-Nummer
21-440
Unterrichts­einheiten
10
270,00 €

Der ermäßigte* Preis liegt bei 216,00 €.

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