Hinweis: Jeder Kurs ist einzeln buchbar, das heißt Sie sind nicht verpflichtet das ganze Curriculum zu buchen.
Spezielle Psychotraumatherapie für Erwachsene
Entsprechend den Richtlinien der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) wird ein schulenübergreifendes vollständiges Curriculum zur Erlangung der Zusatzqualifikation „Spezielle Psychotraumatherapie (DeGPT)" angeboten.
Inhalt ist ein Basiscurriculum, in dem die Fähigkeiten zur Behandlung der verschiedenen Traumafolgestörungen vermittelt werden. Grundlage hierfür sind die evidenzbasierten Ansätze der Psychotraumatherapie. Zusätzlich werden drei Vertiefungsmodule angeboten („Behandlung akuter Traumafolgestörungen“, „Interkulturelle Kompetenz“ und „Dissoziative Störungen“), von denen eins als Teil des Curriculums absolviert werden muss.
Die Zusatzqualifikation "Spezielle Psychotraumatherapie (DeGPT)" kann von approbierten Psychologischen und Ärztlichen PsychotherapeutInnen erlangt werden. Die Kurse richten sich jedoch auch an andere klinisch arbeitenden Personen.
Teil I (rechtliche Aspekte): Dozentin Frau RAin K. Hartmann
Teil II (Behandlung der PTBS unter Berücksichtigung von Traumatisierungen in Folge von Kriegshandlungen) Dozenten: Dr. P. Zimmermann, Dr. G.-D. Willmund
Zielgruppe
Approbierte PsychotherapeutInnen, die die Zusatzbezeichnung Traumatherapie (DeGPT) im Rahmen des Curriculums erwerben wollen.
Das Angebot steht auch anderen klinisch-psychologisch tätigen Personen offen. Diese können jedoch kein Zertifikat nach DeGPT erwerben.
Ziele
Teil I (6UE): In diesem Workshopteil wird eine Einführung in die Rechte von Opfern von Straftaten, insbesondere von Opfern sexualisierter Gewalt, gegeben. Behandelt werden auch Probleme die sich für die Betroffenen bei Kontakt mit den beteiligten Institutionen wie Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichten ergeben können.
Teil II (4UE): In diesem Workshopteil wird speziell auf Traumatisierung von Soldaten im Kriegseinsatz eingegangen. Es werden Frühinterventionen und Prävention nach Traumaerleben vorgestellt. Weiterhin werden Behandlungsoptionen von Einsatzheimkehrern mit PTBS-Symptomatik vorgestellt.
Inhalte
Teil I (6UE):
- Überblick über die verschiedenen Rechtsgebiete und die dazugehörenden Institutionen
- Erläuterung des Ablaufs eines Strafverfahrens, von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens bis zur Hauptverhandlung, kurze Erläuterung zu den Rechtsmitteln
- Rechte und Handlungsmöglichkeiten der betroffenen Personen
- Gefahr erneuter Viktimisierung
- zivilrechtliche Möglichkeiten, z.B. Schmerzensgeld, Schadenersatz, etc.
- Rechte nach dem Opferschutzgesetz
Teil II (4UE):
- Primär- und Sekundärprävention im militärischen und zivilen Bereich, z.B. Frühinterventionen nach Trauma
- Neurobiologie, Besonderheiten des Traumagedächtnisses
- Überblick zu traumaspezifischen Behandlungsverfahren
- Überblick über den aktuellen Stand der Psychotherapieforschung im Bereich Trauma
- Verhinderung erneuter Viktimisierung
- Traumaspezifische Diagnostik
- Epidemiologie, Symptombilder und komorbide Störungen
- Spezifische Traumatisierungen
Methoden
- Unterricht mit Handouts
- Fallbeispiele (eigene Beispiele der Teilnehmer sind erwünscht)
Fr., 10.11.2023 (09:00 bis 18:00 Uhr)
Prof. Dr. med. Peter Zimmermann
Dr. med. Gerd-Dieter Willmund
Dr. med. Franziska Langner
Der ermäßigte* Preis liegt bei 176,00 €.
Weitere Kurs-Termine:
Fr., 05.06.2026 (09:00 bis 18:00 Uhr)
Dr. med. Franziska Langner
Dr. med. Gerd-Dieter Willmund
RAin Änne Ollmann
Der ermäßigte* Preis liegt bei 200,00 €.
Fr., 13.11.2026 (09:00 bis 18:00 Uhr)
Dr. med. Franziska Langner
Dr. med. Gerd-Dieter Willmund
RAin Änne Ollmann
Der ermäßigte* Preis liegt bei 216,00 €.
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