Hypnotische Trance ist ein gesonderter Bewusstseinszustand, in dem die mentale Verarbeitung in bestimmten Hirnregionen (Präcuneus und präfrontaler Cortex) so verändert ist, dass der Patient die gewohnten Kategorien des Alltagsdenkens hinter sich lassen kann. Dadurch hat das Individuum einen erweiterten Zugang zum Körper, zur Imagination und zur Erinnerung und kann sich auf Suchprozesse, Suggestionen und innere Bilder einlassen, als übernähme ein verändertes Selbstbild die Regie. Resultierende Haltungen und Verhaltensweisen werden als ichsynton erlebt und haben eine nachhaltige Wirkung. Dazu muss eine hinreichend tiefe Trance erreicht werden.
Zielgruppe
Diplom-Psycholog:innen, Master in Psychologie, Psychotherapeut:innen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:innen, psychotherapeutisch tätige Ärzt:innen, Studierende der Psychologie bei klinischer Vorerfahrung (Diplom/Master).
Ziele
Im Seminar wird der neurobiologische Hintergrund sowie die Wirksamkeitsforschung und Indikation der Hypnose erläutert sowie die Induktion entsprechender Trancen mit klinischen Anwendungen und posthypnotischer Suggestion eingeübt.
Methoden
Erläuterung theoretischer Konzepte, Demonstration und praktische Einübung in Selbsterfahrung.
Literatur
Revenstorf D (2017). Hypnose und Hypnotherapie. Tübingen: Psychotherapieverlag
Revenstorf D & Peter D (Hrg) Hypnose in der Psychotherapie, Medizin und Psychosomatik3. Heidelberg: Springer
Revenstorf D.& Zeyer R. Hypnose Lernen. Heidelberg: Carl Auer 2014
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