Die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit einer Essstörung ist vor allem aufgrund der hohen Mortalitätsrate, möglicher somatischer Begleitumstände sowie des phasenweise brüchigen Commitments herausfordernd für Patienten/innen und Behandler/innen. In vielen Kliniken gibt es Erfahrungen, dass die Patientengruppe nicht von verhaltenstherapeutischen Stufenplänen profitiert und scheinbar eine Eigenmotivation für den Heilungsprozess fehlt. Im Rahmen der Behandlung von essgestörten Patientinnen/Patienten wird gegenwärtig untersucht, inwieweit sich Methoden der dialektisch behavioralen Therapie (DBT) z.B. Skills zur Stresstoleranz, Emotionsregulation und achtsamkeitsbasierte Methoden implementieren lassen. Für die Übertragung dieser therapeutischen Methoden bedarf es allerdings einer Regredierung auf eine dialektische Grundhaltung, welche auf eine Eigenverantwortung und Autonomie der Patientinnen/Patienten setzt. Letztere ist nur teilweise in der derzeitigen verhaltenstherapeutischen Arbeit gegeben.
Zielgruppe
Approbierte PsychotherapeutInnen Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen, ÄrztInnen, SozialarbeiterInnen, PädagogInnen, Pflegepersonal, und weitere klinisch tätige Berufsgruppen.
Inhalte
Vermittlung ganzheitliches Verständnis von Essstörungen anhand von Fallbeispielen und anhand der Erfahrungen eines ehemaligen Patienten
Vermittlung ätiologischer Mechanismen mit Schwerpunkt Emotionen
Psychoedukative Strategien und Möglichkeit zu Rollenspielen zum Einbezug der Familie in die therapeutische Arbeit
Übertragung der Validierungs- und Commitmentstrategien auf die Arbeit mit essgestörten Patientinnen/Patienten (Rollenspiele)
Strukturierungs- (Behandlungshierarchie, Therapievertrag), und Analysestrategien (Verhaltensanalyse, Diary Card) anhand aktueller Fallbeispiele
Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Skills aus den verschiedenen Modulen der DBT werden besprochen und deren konkrete Anwendungsmöglichkeiten
Fr., 21.06. und Sa., 22.06.2019,
jeweils 09:00 bis 17:00 Uhr
350,00 €
ausgebucht
Der ermäßigte* Preis liegt bei 280,00 €.
Weitere Kurs-Termine:
Do., 25.06. und Fr., 26.06.2026,
jeweils 09:00 bis 17:00 Uhr
410,00 €
Der ermäßigte* Preis liegt bei 328,00 €.
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