Transgenerationale Traumatisierungen und Gefühlserbschaften aus Kriegs- und NS-Zeit

Die Jahre von 1933 bis 1945 haben tiefe Spuren in den Familien hinterlassen. Traumatisierungen durch Kriegserlebnisse und Verfolgung, Gefühlserbschaften der NS-Zeit, Verlust von Heimat durch Flucht und Vertreibung, schuldhaftes Handeln und Schweigen, Opfer, Täter oder Mitläufer sein – alles kann Auswirkungen auf die Kinder- und Enkelgeneration haben. Welche Bedeutung hat dies für die klinische Praxis?


Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an psychotherapeutisch tätige PsychologInnen und ÄrztInnen, steht aber auch anderen klinisch-psychologisch tätigen Personen offen.

Ziele

Ziel dieses Workshops ist es, ein vertieftes Verständnis für die psychischen Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges und des Nationalsozialismus auf Therapeut*innen und Patient*innen heute zu erreichen und neue Ansatzpunkte für die therapeutische Arbeit zu vermitteln.

Inhalte

Klinische Symptome wie Ängste, Depressionen, Sucht etc. sind oft nicht allein aus aktuellen Lebensbezügen und individueller Geschichte erklärbar, sondern erschließen sich häufig erst dann, wenn die Vorgenerationen in die therapeutische Perspektive einbezogen werden. Dies gilt insbesondere für die Weitergabe von kriegsbedingten Traumata und unverarbeiteter Schuld. Die häufig traumatischen Erlebnisse der Eltern und Großeltern in der Zeit des Zweiten Weltkrieges und die seelischen Beschädigungen durch den Nationalsozialismus können auf ihre Nachkommen übertragen werden und bei ihnen auf vielfältige Weise Ausdruck finden. Diese Phänomene sind in den letzten Jahren immer mehr erforscht worden, und viele Menschen beschäftigen sich intensiv mit ihrer Familiengeschichte. In dem Seminar wird auf die aktuelle Bedeutung des Themas eingegangen und ein theoretischer Überblick über die transgenerationale Weitergabe von Traumatisierungen und Beschädigungen gegeben. Zudem werden Bezüge zur therapeutischen Arbeit und – bei Interesse - zur eigenen Familiengeschichte hergestellt.

Methoden

  • Vortrag
  • Fallbeispiele
  • Filmausschnitte
  • Diskussion mit Raum für persönliche Erfahrungen

Literatur

Pohl, U. (2021). Psychische Spätfolgen von NS-Zeit und Krieg bewältigen: Ein Schichtenmodell für die therapeutische Praxis. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

Fr., 18.06. (14:00 bis 19:00 Uhr) und Sa., 19.06.2021 (09:00 bis 15:00 Uhr)

Veranstaltungsart
Web-Seminar
Kurs-Nummer
W07-49
Fortbildungs­punkte
12
Unterrichts­einheiten
12
280,00 €
ausgebucht

Der ermäßigte* Preis liegt bei 224,00 €.

Weitere Kurs-Termine:

Fr., 04.12. (14:00 bis 19:00 Uhr) und Sa., 05.12.2026 (09:00 bis 15:00 Uhr)

Kurs-Nummer
11-49
Fortbildungs­punkte
12 (Zertifizierung beantragt)
Unterrichts­einheiten
12
330,00 €

Der ermäßigte* Preis liegt bei 264,00 €.

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