Transkulturelle Kompetenz in der Psycho­therapie

Kulturelle Diversität gehört im klinischen Alltag von Psychotherapeut:innen zur Normalität, findet jedoch in den vergangenen Jahren zunehmend Beachtung. Nicht selten wird diese Vielfalt von Behandler:innen als Herausforderung erlebt, weil gewohnte Konzepte nicht greifen und kulturelle Unterschiede unüberbrückbar scheinen. Hinzu kommen Radikalisierungstendenzen in der Gesellschaft und Rassismuserfahrungen, mit denen wir als Behandler:innen persönlich oder mittels unserer Klient:innen konfrontiert sind und die uns bisweilen überfordern können. 

Doch transkulturelle Kompetenz lässt sich erlernen!

In einer zweitägigen Fortbildung werden zentrale Wissensinhalte und Fertigkeiten für den transkulturellen Therapiekontext vermittelt. Dabei gilt der Grundsatz, dass sich transkulturelle Psychotherapie nicht auf die Arbeit mit Menschen mit Migrationsgeschichte oder Fluchterfahrung beschränkt, sondern dass jede Therapie von einem geschärften Blick auf individuelle kulturelle Prägungen und Identitätsbildung im Zusammenhang mit  Gruppenzugehörigkeiten profitieren kann.

Ziel der Fortbildung ist es, bei den Teilnehmer:innen die Kompetenz für die Behandlung von Patient:innen aus anderen (sozio-)kulturellen Kontexten zu steigern. Hierbei beschränkt sich Kultur nicht auf den nationalen oder ethnischen Hintergrund einer Person, sondern umfasst auch andere Diversitätsfacetten. Das Training basiert auf der Annahme, dass für einen positiven Beziehungsaufbau und einen erfolgreichen Behandlungsverlauf im transkulturellen Therapiesetting neben Wissen zu verschiedenen kulturellen Mustern die Reflektion der eigenen kulturellen Prägung sowie dem eigenen Umgang mit Fremdheit und Vorurteilen unabkömmlich ist.

Anhand von Fallvignetten und über den Einbezug klinischer Fälle der Teilnehmenden wird gemeinsam erarbeitet, an welchen Stellen im therapeutischen Prozess soziokulturelle Hintergründe eine Rolle spielen können und wie darauf konstruktiv eingegangen werden kann.

Im Training wird großer Wert darauf gelegt, dass neben kurzen Impulsreferaten (u.a. zu Kultur und Migration, Diagnostik, kulturspezifischen Störungen, Einsatz von Sprachmittlern, Rassismus und psychischer Gesundheit, Auswirkungen von Privilegien und Minderheitserfahrungen etc.) ausreichend Zeit für Selbstreflektion, sowie Diskussion und Gruppenarbeit verbleibt.

 

Ein trainingsbegleitendes Manuskript ist enthalten. 

 

Ich freue mich auf Ihre Teilnahme!

 

 

PD Dr. Ulrike von Lersner


Zielgruppe

Ärztliche und psychologische Psychotherapeut*innen, Psychiater*innen, Pflegepersonal, Psychotherapeutische Heilpraktiker*innen mit Erfahrungen bzw. der Bereitschaft mit chronisch traumatisierten Menschen zu arbeiten, Sozial- und Ergotherapeut:innen

Do., 23.04. und Fr., 24.04.2026,
jeweils 09:00 bis 17:00 Uhr

Kurs-Nummer
114-01
Unterrichts­einheiten
16
410,00 €

Der ermäßigte* Preis liegt bei 328,00 €.

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