Imaginatives Überschreiben

Für die Teilnahme an diesem Kurs sind keinerlei Vorkenntnisse in Schematherapie erforderlich. 

Belastende mentale Bilder treten bei einer Vielzahl psychischer Störungen auf (Hackmann et al. 2011) und stehen in engem Zusammenhang zu belastenden Emotionen im Hier und Jetzt. Imaginatives Überschreiben ist eine erlebnisorientierte Technik zur Veränderung des emotionalen Erlebens und dieser belastenden mentalen Bilder. Durch die Aktivierung episodischer, belastender Gedächtnisinhalte oder negativer Vorstellungsbilder mit Fokus auf die Gefühle (Köpergefühle), erfolgt ein gezieltes und kontrolliertes emotionales Wiedererleben (Prozessieren der Gefühle/Exposition in sensu). Gleichzeitig wird eine Mentalisierung (Versprachlichung/Einordnung) während des Erlebens ermöglicht. Im zweiten Schritt erfolgt eine Modifizierung durch eine Veränderung des Gefühls und einer Neubewertung im Sinne einer emotional-korrigierenden Erfahrung (Überschreiben). Dabei werden blockierte Selbstbehauptungs-Ressourcen aktiviert und Selbsttröstungs- und Selbstfürsorgestrategien ausgebaut. Diese werden anschließend auf die Ausgangssituation übertragen, sodass die neuen Handlungskompetenzen zunächst in sensu und später auch in Verhaltensexperimenten im Alltag eingeübt werden können. Imaginatives Überschreiben wird von Patient:innen und Therapeuten:innen sehr gut angenommen. Studienergebnisse zeigen neben hohen Effektstärken bezüglich der Wirksamkeit auch sehr geringe Abbruchraten und eine hohe Akzeptanz gerade bei komplex-traumatisierten Patienten:innen.


Zielgruppe

Ärztliche und Psychologische Psychotherapeuten:innen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten:innen sowie anderweitig therapeutisch tätige Berufsgruppen.

Ziele

Erlernen der Vorgehensweise und Wirkmechanismen des Imaginativen Überschreibens in Theorie und Praxis; Verbesserung des Verständnisses für den Zusammenhang zwischen aktuell aktivierten Gefühlen und belastenden mentalen Bildern; verbesserte Versorgung der eigenen Grundbedürfnisse.

Inhalte

Kurze Vermittlung des theoretischen Hintergrundes. Anschließende ausführliche und kleinschrittige Darstellung des konkreten praktischen Vorgehens des Imaginativen Überschreibens anhand der Phasen und Ziele; Umgang mit typischen Problemen (z.B. Dissoziation). Anschließende Demonstration des Imaginativen Überschreibens in der Großgruppe (Gruppenimagination) und per Video-Fallbeispielen. Einüben der Technik in Kleingruppen anhand von eigenen mentalen Bildern der Teilnehmer:innen (Selbsterfahrung) unter Anleitung der Dozentin mit anschließender Nachbesprechung in der Großgruppe.

Methoden

Power-Point Vortrag zum theoretischen Hintergrund und zum praktischen Vorgehen, Demonstration der Technik in der Großgruppe (Gruppenimagination) und per Video- Fallbeispielen, Einüben der Technik in Kleingruppen (Selbsterfahrung), Handout.

Literatur

  • Seebauer, Jacob (2021). Imaginatives Überschreiben. Fortschritte der Psychotherapie Band 80. Göttingen: Hogrefe
  • Zens, Seebauer (2019). Imagination in der Schematherapie. Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin 2019, 40 (1), 41-58
  • Reusch, Valente (2015). Störungsspezifische Schematherapie. Anwendung im stationären Setting. Weinheim: Beltz.
  • Rödiger, Jacob (Hrsg.) (2011). Fortschritte der Schematherapie. Konzepte und Anwendungen. Göttingen: Hogrefe.

Mo., 04.11. und Di., 05.11.2024,
jeweils 09:00 bis 17:00 Uhr

Kurs-Nummer
01-356
Fortbildungs­punkte
16
Unterrichts­einheiten
16
390,00 €
ausgebucht

Der ermäßigte* Preis liegt bei 312,00 €.

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