PTBS geht meistens mit einem gestörten, nicht erholsamen Schlaf einher. Dieser Workshop vermittelt evidenzbasierte Behandlungsmöglichkeiten, die deutlich über Schlafhygiene-Regeln hinausgehen.
Viele Menschen mit posttraumatischer Belastungsstörung haben auch Ein- und Durchschlafstörungen (Insomnie). Oft treten bei PTBS auch Alpträume auf, die den Schlaf unterbrechen und die Schlafqualität ebenfalls deutlich mindern. Dies beeinträchtigt Patient:innen häufig in vielen Lebensbereichen und geht mit einem hohen Leidensdruck einher. So sind Suizidalität und Mortalität erhöht, wenn zusätzlich zur PTBS auch eine Insomnie besteht.
In der PTBS-Behandlung beschränken sich die Schlaf-Interventionen oft auf eine Verbesserung der Schlafhygiene. Das reicht jedoch nur selten aus, um den Schlaf deutlich zu verbessern. Insomnie kann auch ein aufrechterhaltender Faktor für die PTBS sein. Die Methode erster Wahl bei PTBS mit komorbider Insomnie und Alpträumen sollte deshalb eine in die Behandlung integrierte, auf die Schlafstörungen zugeschnittene Kognitive Verhaltenstherapie sein. Der Workshop vermittelt anhand der Leitlinie von 2025 Grundlagen und Anwendung von KVT für Insomnie sowie Alpträumen bei komorbid vorliegender PTBS.
In der PTBS-Behandlung beschränken sich die Schlaf-Interventionen oft auf eine Verbesserung der Schlafhygiene. Das reicht jedoch nur selten aus, um den Schlaf deutlich zu verbessern. Insomnie kann auch ein aufrechterhaltender Faktor für die PTBS sein. Die Methode erster Wahl bei PTBS mit komorbider Insomnie und Alpträumen sollte deshalb eine in die Behandlung integrierte, auf die Schlafstörungen zugeschnittene Kognitive Verhaltenstherapie sein. Der Workshop vermittelt anhand der Leitlinie von 2025 Grundlagen und Anwendung von KVT für Insomnie sowie Alpträumen bei komorbid vorliegender PTBS.
Ziele
- Biopsychosoziale Hintergründe und Modelle von Schlafstörungen kennen
- Schlafstörungen zuverlässig und ökonomisch diagnostizieren können
- Behandlungsmethoden für Insomnie und Alpträume bei komorbider PTBS kennen und praktisch erproben
- Schlafspezifische Methoden in die PTBS-Behandlung integrieren können
Zielgruppe
- Psychologische und Ärztliche Psychotherapeut:innen,
- Psychiater:innen,
- Psycholog:innen
- weitere klinische arbeitende Personen
Inhalte
- Kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie nach Leitlinie: Psychoedukation, Bettzeitrestriktion, Stimuluskontrolle, Entspannungsübungen und kognitive Umstrukturierung (mit Fallbeispielen)
- ergänzende Ansätze (Lichttherapie, Sporttherapie, schlafförderliche Achtsamkeitsübungen)
- Imagery Rehearsal Therapy bei posttraumatischen Alpträumen
- Anwendung in praktischen Übungen und Rollenspielen
- Vorstellung und Diskussion eigener Fälle in Kleingruppen
Literatur
- Baglioni, C., Espie, C., & Riemann, D. (Hrsg.) Cognitive‐Behavioural Therapy For Insomnia (CBT‐I) Across The Life Span. Guidelines and Clinical Protocols for Health Professionals. 2022. Wiley Blackwell. https://doi.org/10.1002/9781119891192.ch9
- Binder, R., Schöller, F., & Weeß, H.-G. (2024). Therapie-Tools Schlafstörungen. 2. Aufl. Beltz.
- Spiegelhalder, K. et al. (2025). Leitlinie „Insomnie bei Erwachsenen“ – Update 2025 (AWMF Register-Number 063-003). Somnologie, 29(4), 240–277. https://doi.org/10.1007/s11818-025-00530-6
- Thünker, J., & Pietrowsky, R. (2021). Alpträume. Ein Therapiemanual. 2. Aufl. Hogrefe.
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