Die Forschung zu Persönlichkeitsstörungen (PS) basierte jahrzehntelang auf kategorialen Diagnosen und die Forschung zu zugrundeliegenden psychosozialen und neurobiologischen Mechanismen beschränkte sich weitegehend auf die Borderline-Persönlichkeitsstörung. In jüngster Zeit wurde mit dem Alternativen Modell für PS im DSM-5 und dem ICD-11 ein grundlegender Wandel hin zu einem dimensionalen Modell der Persönlichkeitsstörung vollzogen. Der neue Schwerpunkt liegt auf Beeinträchtigungen der Selbstwahrnehmung und der interpersonellen Funktionen. Dieser dimensionale Ansatz bietet den Forschenden neue Ansätze für die Untersuchung der Mechanismen von PS und daraus abgeleiteten Behandlungsoptionen. In diesem Vortrag soll dieser neue Forschungsansatz theoretisch dargestellt und mittels praktischer Beispiel verdeutlicht werden. Dabei geht es darum, die psychosozialen und neurobiologischen Mechanismen aufzuklären, die den bei PS zu findenden funktionellen Beeinträchtigungen und den Wechselwirkungen mit situativen Herausforderungen und sozialen Begegnungen zugrunde liegen. Als mögliche Untersuchungsmethoden bieten sich hier neben Verhaltens- und Bildgebungsexperimenten insbesondere die Erfassung von Befindens- und Verhaltensdaten im Alltag mittels ambulantem Assessment an, wobei hier auch gezielte Alltags-Interventionen überprüft werden können.
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