Hinweis: Jeder Kurs ist einzeln buchbar, das heißt Sie sind nicht verpflichtet das ganze Curriculum zu buchen.
Das Curriculum "Spezielle Psychotraumatherapie des Kindes- und Jugendalters" an der AWP Berlin dient der Vermittlung von grundlegender therapeutischer Kompetenz zur Behandlung von traumatisierten Kinder und Jugendlichen. Die Inhalte und der Aufbau der Kurse orientieren sich an den Richtlinien der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT).
Personen, die die Eingangsvoraussetzungen der DeGPT erfüllen, können durch Absolvieren des Curriculums die Zusatzqualifikation „Spezielle Psychotraumatherapie mit Kindern und Jugendlichen (DeGPT)” erwerben.
Das Curriculum "Spezielle Psychotraumatherapie des Kindes- und Jugendalters“ an der AWP Berlin ist bei der DeGPT zertifiziert.
Weitere Informationen zur Zertifizierung finden Sie hier.
Psychologische Erste Hilfe – Konzept, Techniken, Rahmenbedingungen
Die täglichen Schlagzeilen und Meldungen über komplexe Schadens- bzw. Gefahrenlagen und Katastrophen lassen uns manchmal die Ereignisse vergessen, die Tag für Tag geschehen und uns mit größerer Wahrscheinlichkeit treffen können. Ein Blick in die amtlichen Statistiken über Todesursachen, Krankenhausdiagnosen und Straßenverkehrsunfälle sowie die polizeiliche Kriminalstatistik zeigt, welche Ereignisse mit Todesfolge oder schweren Verletzungen auftreten können. Wenn Kinder und Jugendliche betroffen sind, bedarf es spezifisches Wissen über die kognitive-emotionale Verarbeitung, die Fertigkeiten für eine altersangemessene Gesprächsführung sowie die Kenntnisse über notwendige Maßnahmen und Rahmenbedingungen. In der Einführung werden die theoretischen Grundlagen (z.B. relevante Störungsbilder und -modelle) dargelegt. Dabei wird auf Risiko- und Schutzfaktoren und diagnostische Maßnahmen eingegangen. Anschließend werden praktische Hilfestellungen für eine bewältigungs- und ressourcenorientierte Gesprächsführung gegeben. Im Sinne der Psychologischen Ersten Hilfe wird die Betreuung von Kindern und Jugendlichen nach typischen Ereignissen (z. B. Vergewaltigung, Verkehrsunfall) in Simulationen demonstriert. Zudem wird auf die Struktur und die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Psychosozialen Notfallversorgung sowie auf die Empfehlungen von Qualitätsstandards und Leitlinien eingegangen.
Zielgruppe
Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeut:innen, Psychologische Psychotherapeut:innen, Psycholog:innen, Pädagog:innen,
Fachärzt:innen (z. B. für Psychiatrie und Psychotherapie, Kinder- und Jugendmedizin)
Fachärzt:innen (z. B. für Psychiatrie und Psychotherapie, Kinder- und Jugendmedizin)
Das Angebot steht auch anderen klinisch-psychologisch tätigen Personen offen. Diese können jedoch kein Zertifikat nach DeGPT erwerben.
Ziele
Die Teilnehmer:innen sollen
· Kenntnisse über psychotraumatologische Grundlagen
(z. B. zur Epidemiologie und kognitiv-emotionalen Verarbeitung) vertiefen,
· die Gesprächsführung bei Kindern und Jugendlichen unmittelbar nach
einem traumatischen Ereignis kennenlernen,
· Kenntnisse über Strukturen der Psychosozialen Notfallversorgung erwerben.
· Kenntnisse über psychotraumatologische Grundlagen
(z. B. zur Epidemiologie und kognitiv-emotionalen Verarbeitung) vertiefen,
· die Gesprächsführung bei Kindern und Jugendlichen unmittelbar nach
einem traumatischen Ereignis kennenlernen,
· Kenntnisse über Strukturen der Psychosozialen Notfallversorgung erwerben.
Inhalte
- Die Konzepte der Akute Belastungsreaktion aus dem ICD-10/11 und Analoga im DSM-5 (Akute Belastungsstörung) werden dargestellt, u.a. anhand von Fallvignetten.
- Andere psychische Störungen, die nach traumatischen Ereignissen auftreten, werden anhand von Studien erläutert. Dazu gehören Besonderheiten der Epidemiologie, Verlauf und diagnostische Kriterien bei Kindern und Jugendlichen.
- Risiko- und Schutzfaktoren sowie Hilfen zur Diagnostik werden gegeben.
- Eine Übersicht über aktuelle Empfehlungen und Leitlinien zur Behandlung von Betroffenen wird gegeben, u.a. die der AWMF-S2k-Leitlinie „Diagnostik und Behandlung von akuten Folgen psychischer Traumatisierung“.
- Das Konzept der Psychologische Erste Hilfe wird erläutert.
- Im Kontext von Simulationen werden praktische Hilfestellungen für eine bewältigungs- und ressourcenorientierte Gesprächsführung (u.a. Monitoringphase, Selbstmanagementstrategie, Ressourcenprotokoll, Psychoedukation) im Erstkontakt und den nachfolgenden Gesprächen demonstriert.
- Hinweise für die Beratung und Einbeziehung von Eltern, Angehörigen und Hinterbliebenen werden gegeben.
- Die interdisziplinäre Zusammenarbeit und Strukturen der Psychosozialen Notfallversorgung in verschiedenen Betreuungskontexten werden erläutert.
- Es besteht die Möglichkeit des Erfahrungsaustausches und der Reflexion, insbesondere während und nach den Simulationen.
Methoden
Vorträge mit Handout und weiteren schriftlichen Materialien, Simulationen, Praxisbeispiele, Austausch und Reflexion
Literatur
- Kröger, C. (2018). Akuttraumatisierung und Akute Belastungsreaktion. In J. Schellong, K. Weidner, & F. Epple (Hrsg.), Praxisbuch Psychotraumatologie. (S. 50-60). Stuttgart: Thieme.
- Kröger, C. (2013). Psychologische Erste Hilfe. Fortschritte der Psychotherapie 51. Göttingen: Hogrefe.
- Kröger, C., Ritter, C. & Bryant, R.A. (2012). Akute Belastungsstörung. Göttingen: Hogrefe.
Weiterführende Hinweise
Hilfen zur psychosozialen Notfallversorgung (2006). Informationsmaterialien für Betroffene, Zeugen und Angehörige nach Großschadensereignissen. Erschienen in Deutsch, Englisch, Italienisch, Türkisch, Arabisch, Persisch und Russisch. Veröffentlicht von der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen in Zusammenarbeit mit C. Kröger und dem National Child Traumatic Stress Network und dem National Center of Posttraumatic Stress Disorder. Herunterzuladen unter: http://www.pknds.de/index.php?id=139.
Do., 23.11.2023 (09:00 bis 17:00 Uhr)
190,00 €
ausgebucht
Der ermäßigte* Preis liegt bei 152,00 €.
Weitere Kurs-Termine:
Fr., 10.04.2026 (09:00 bis 17:00 Uhr)
205,00 €
Der ermäßigte* Preis liegt bei 164,00 €.
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